Der Mietvertrag ist unterschrieben, die Schlüssel liegen auf dem Tisch, und im Kopf richten Sie die neue Wohnung schon ein. Wer in Berlin umzieht, wechselt dabei oft nicht nur die Adresse, sondern gleich den ganzen Kiez. Viele suchen deshalb gezielt nach einer Umzugsfirma für ihren Berliner Bezirk, die die Wege, Parkmöglichkeiten und Besonderheiten vor Ort kennt. Doch bevor die ersten Kartons in die neuen Räume getragen werden, lohnt sich ein Schritt, den viele überspringen: die Einzugsreinigung. Denn eine Wohnung, die bei der Übergabe ordentlich aussieht, ist noch lange nicht so sauber, wie Sie es sich für Ihr neues Zuhause wünschen.
Wir führen in ganz Berlin Einzugsreinigungen durch, für Privatpersonen, Familien und Unternehmen, die Wohnungen für Mitarbeitende anmieten. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, worauf es ankommt, welche Bereiche besonders wichtig sind und wie Sie die Reinigung optimal in Ihren Umzugsplan einbauen.
Warum sich eine Einzugsreinigung lohnt, auch wenn es sauber aussieht
Vormieter putzen vor dem Auszug in der Regel, oft sogar gründlich. Aber sie putzen für die Übergabe, nicht für Sie. Das bedeutet: Sichtbare Flächen sind sauber, doch in Schrankecken, hinter dem Kühlschrank, in Lüftungsgittern, Fensterfalzen oder Abflüssen sieht es häufig anders aus. Und selbst wenn nach einem Leerstand alles in Ordnung war, hat sich in den Wochen zwischen Auszug und Einzug meist wieder eine Staubschicht gebildet.
Dazu kommt ein persönlicher Aspekt. Viele Menschen fühlen sich in einer neuen Wohnung erst dann richtig zu Hause, wenn sie wissen, dass alles wirklich sauber ist. Gerade in Küche und Bad möchte man nicht mit den Spuren fremder Menschen leben. Eine Einzugsreinigung schafft hier einen klaren Neuanfang. Für Familien mit kleinen Kindern, die bald auf dem Boden krabbeln, oder für Menschen mit empfindlichen Atemwegen ist das ohnehin ein wichtiges Thema.
Der beste Zeitpunkt: leer, aber mit Schlüssel
Der ideale Zeitpunkt für eine Einzugsreinigung ist, sobald Sie die Schlüssel haben und bevor die ersten Möbel kommen. In leeren Räumen kommt man an jede Ecke, kann Einbauschränke komplett auswischen und Böden gründlich reinigen, ohne Möbel rücken zu müssen. Wenn Sie die Wohnung ein paar Tage vor dem eigentlichen Umzug übernehmen, ist das die perfekte Gelegenheit.
Liegt zwischen Schlüsselübergabe und Umzug nur ein Tag, sollten Sie die Reinigung sehr früh am Morgen einplanen oder den Umzug so organisieren, dass zuerst nur ein Raum befüllt wird, während die anderen noch gereinigt werden. Das erfordert Absprache, funktioniert aber in der Praxis gut. Wichtig: Wenn nach dem Einzug noch Malerarbeiten oder Renovierungen anstehen, reinigen Sie grob vor und planen die gründliche Reinigung erst danach.
Küche: Hier beginnt das neue Zuhause
Die Küche ist der Raum, in dem Hygiene am wichtigsten ist, und gleichzeitig der Raum, in dem Vormieter am häufigsten Spuren hinterlassen. Bei einer Einzugsreinigung arbeiten wir hier besonders gründlich:
- Alle Oberschränke und Unterschränke innen und außen, inklusive Schubladen und Auszügen
- Arbeitsplatten, Fliesenspiegel und Fugen
- Spüle und Armatur, inklusive Abfluss und Siphon, soweit zugänglich
- Backofen mit Blechen und Rosten, Kochfeld und Dunstabzugshaube samt Filter
- Kühlschrank, Gefrierfach und Geschirrspüler, inklusive Dichtungen und Sieb
Besonders der Kühlschrank verdient Aufmerksamkeit. Stand er längere Zeit ausgeschaltet und geschlossen, kann sich Schimmel gebildet haben. Wir reinigen ihn gründlich, lassen ihn offen auslüften und empfehlen, ihn erst nach einigen Stunden wieder in Betrieb zu nehmen. Auch der Geschirrspüler wird oft vergessen: Ein verschmutztes Sieb und Ablagerungen in den Dichtungen sorgen sonst schon beim ersten Spülgang für unangenehme Gerüche.

Bad und Sanitär gründlich auf null setzen
Im Badezimmer geht es darum, alles auf null zu setzen. Toilette inklusive Spülkasten-Drücker und Toilettensitz, Waschbecken, Dusche oder Badewanne, Armaturen, Spiegel und Fliesen werden gründlich gereinigt und entkalkt. Das harte Berliner Wasser hinterlässt schnell sichtbare Kalkränder, die sich mit normalen Haushaltsmitteln oft kaum entfernen lassen.
Ein kritischer Blick gilt den Silikonfugen. Sind sie dunkel verfärbt, kann das Schimmel sein, der sich tief ins Silikon gefressen hat. Oberflächlich lässt sich das manchmal behandeln, dauerhaft hilft aber nur ein Austausch. Ist das der Fall, sprechen Sie Ihren Vermieter an, bevor Sie einziehen, denn das ist ein Mangel, den nicht Sie verursacht haben. Dasselbe gilt für tropfende Armaturen oder schlecht abfließende Duschen.
Wohnräume, Fenster und Böden
In den Wohnräumen konzentrieren wir uns auf die Stellen, die im Alltag schwer erreichbar sind, sobald Möbel stehen: Fußleisten, Heizkörper und ihre Zwischenräume, Einbauschränke, Türrahmen, Lichtschalter und Steckdosen. Fenster werden innen und außen geputzt, inklusive Rahmen, Falzen und Fensterbänken. Gerade die Fenster machen einen enormen Unterschied, weil saubere Scheiben die Räume heller und freundlicher wirken lassen.
Bei den Böden kommt es auf das Material an. Holzböden werden nur nebelfeucht gewischt, Fliesen und Vinyl können feuchter gereinigt werden. Teppichböden, die vom Vormieter übernommen wurden, sollten Sie vor dem Einzug gründlich reinigen lassen, idealerweise mit einer Sprühextraktion, die auch Milben und tief sitzenden Schmutz entfernt.

Unser Tipp für alle, die selbst Hand anlegen möchten: Arbeiten Sie immer von oben nach unten und von hinten nach vorn. Beginnen Sie also mit Oberschränken, Leuchten und Türrahmen, danach folgen Fensterbänke, Heizkörper und Fußleisten, und ganz zum Schluss die Böden. Arbeiten Sie sich dabei vom hintersten Raum zur Wohnungstür vor. So fällt kein Staub auf bereits gereinigte Flächen, und Sie müssen nicht über frisch gewischte Böden laufen.
Sonderfall Neubau und frisch renovierte Wohnungen
Wer in einen Neubau oder eine frisch renovierte Wohnung zieht, denkt oft, dass eine Reinigung überflüssig ist. Das Gegenteil ist der Fall. Nach Bau- und Renovierungsarbeiten liegt feiner Staub überall, auch dort, wo man ihn nicht sieht: in Steckdosen, auf Türzargen, in Fensterführungen und in Lüftungskanälen. Dazu kommen Farbspritzer, Aufkleber auf Fenstern und Sanitärobjekten sowie Silikon- und Kleberreste.
Dieser Baustaub ist nicht nur lästig, sondern kann auch Atemwege reizen. In solchen Fällen führen wir eine Baufeinreinigung durch, die deutlich über eine normale Reinigung hinausgeht. Wichtig ist, dabei materialschonend vorzugehen, denn neue Oberflächen sind oft noch empfindlich. Aufkleber auf Glas entfernen wir beispielsweise mit speziellen Klingen, die keine Kratzer hinterlassen.
Raumluft, Schimmel und Gerüche
Eine neue Wohnung riecht oft ungewohnt, manchmal nach dem Vormieter, manchmal nach Farbe oder neuen Materialien. Regelmäßiges Stoßlüften in den ersten Tagen hilft, Gerüche und Ausdünstungen schnell loszuwerden. Achten Sie außerdem auf Anzeichen von Feuchtigkeit: dunkle Flecken in Ecken, an Fensterlaibungen oder hinter Schränken können auf Schimmel hindeuten. Hintergrundinformationen zu gesundheitlichen Aspekten von Schimmel und Innenraumluft bietet das Bundesinstitut für Risikobewertung.
Entdecken Sie Schimmel bei der Einzugsreinigung, dokumentieren Sie ihn mit Fotos und melden Sie ihn dem Vermieter schriftlich. Die Ursache sollte geklärt werden, bevor Sie Möbel an die betroffenen Wände stellen.

Ankommen im neuen Kiez
Zu einem neuen Zuhause gehört in Berlin auch ein neuer Kiez. Ob Sie nach Friedrichshain, Pankow, Spandau oder Steglitz ziehen: Jeder Bezirk hat seinen eigenen Charakter. Vergessen Sie bei allem Umzugstrubel nicht, sich innerhalb von zwei Wochen beim Bürgeramt umzumelden. Termine und Informationen dazu finden Sie auf dem Service-Portal Berlin.
Wir sind mit unseren Teams in allen Berliner Bezirken im Einsatz und kennen die Besonderheiten der verschiedenen Wohngegenden, vom Gründerzeit-Altbau bis zum Plattenbau. Wenn Sie beispielsweise in den Nordosten ziehen, finden Sie Informationen auf unserer Seite als Reinigungsfirma in Prenzlauer Berg, für den Süden der Stadt etwa auf der Seite zur Reinigungsfirma in Neukölln.
FAQ - Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert eine Einzugsreinigung?
Für eine leere Zwei- bis Dreizimmerwohnung arbeiten wir mit einem kleinen Team meist zwischen vier und acht Stunden, je nach Zustand und Umfang.
Muss ich bei der Reinigung anwesend sein?
Nein. Viele Kunden übergeben uns den Schlüssel und holen ihn nach der Reinigung wieder ab. Auf Wunsch schicken wir Fotos vom Ergebnis.
Bringen Sie Reinigungsmittel und Geräte mit?
Ja, wir bringen alle benötigten Mittel, Tücher und Geräte mit. Sie brauchen nichts vorzubereiten, außer uns Zugang zu Wasser und Strom zu ermöglichen.
Reinigen Sie auch am Tag des Umzugs?
Das ist möglich, wenn wir früh am Morgen beginnen können. Besser ist es aber, die Reinigung ein bis zwei Tage vor dem Umzug einzuplanen.
Fazit
Eine Einzugsreinigung ist die beste Grundlage für einen entspannten Start im neuen Zuhause. In leeren Räumen lässt sich gründlich arbeiten, Küche und Bad werden hygienisch auf null gesetzt, und eventuelle Mängel fallen auf, bevor die Möbel sie verdecken. Wenn Sie nach dem Umzug nicht auch noch zum Putzlappen greifen möchten, übernehmen wir das gern für Sie, in jedem Berliner Bezirk und abgestimmt auf Ihren Umzugstermin.
